Wohnhaus Tiedke, Potsdam

Planung 2004/2005
Baukosten: 1,2 Mio Eur
Bauherr: kernbau, Berlin

Wohnhaus Tiedke, Potsdam

Der Bau aus dem Jahre 1844/48 von Persius integriert wesentliche Elemente der italienischen Landhaus-Renaissance in die nordische Landschaft Potsdams. Der Monumentalität der äusseren Form werden kleinteilige Elemente entgegengesetzt, die sich auch im Grundriss als funktionelle und behagliche Wohn-Einheiten wiederfinden lassen.

Diese viel beachtete und publizierte Villa ist in der Zeit des kalten Krieges vernachlässigt worden.


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Manchmal gehen mir die Gedanken durch den Kopf wie wohl unsere Gebäude aus der heutigen Zeit den nächsten kalten Krieg überstehen. Wenn die Wartung und der Stand der technischen Mittel weit unter den Vorgaben liegen, verfallen die Gebäude. Für unsere Häuser wird es keine Nachkriegszeit geben, auch keine Backsteinruinen, sondern nur Abfallhaufen bestehend aus Plastik, Glas und Kabeln, denen niemand einen Sinn abgewinnen kann. Wie wird einer der Glasmetallungetüme unserer Zeit ohne funktionierende Klimaanlage bewohnbar sein?

Die „Persius Villa“ wird mit den nötigen Hilfsmitteln sanft renoviert und einer neuen Nutzung zugeführt. Sowohl das Materialisierungskonzept wie die Umgebungsgestaltung interpretieren so genau wie möglich den Charakter der Ursprungskonzeption.

 

Letzte Änderung: 09.12.2007 - © Marc Kocher 2003-2007